View in English

Herzlich willkommen zu Open Music Theory!

Obwohl dieses Lehrwerk in englischer Sprache (American English) verfasst ist, wird es dennoch auf der ganzen Welt gelesen und verwendet. Und auch wenn wir leider nicht die Möglichkeiten haben, fachgenaue Übersetzungen des Lehrwerks in allen möglichen Sprachen zu erstellen, freuen wir uns sehr darüber, wenn internationale Leser von den Inhalten profitieren können. 

Natürlich sind die Musikbeispiele für all diejenigen, die mit westlicher Musiknotation vertraut sind, gleichermaßen lesbar und zu verstehen; zudem sind Menschen auf der ganzen Welt zunehmend mit der englischen Sprache vertraut und automatische Übersetzungsprogramme gewinnen an Qualität und werden immer präziser. 

… Doch leider stoßen automatische Übersetzungen immer wieder an ihre Grenzen und sollten daher mit Vorsicht genossen werden, insbesondere bei fachsprachlichen Texten mit entsprechenden musikspezifischen Termini. Und selbst bei Übersetzungen durch den Menschen zeigen sich weiterführende Probleme, die in unterschiedlichen pädagogischen Konventionen und Traditionen des Faches begründet sind.

In einer kurzen Einführung werden wir (als sowohl englische als auch deutsche Muttersprachler/-innen) drei besonders schwierige Aspekte beleuchten:

  1. Es gibt englische sowie deutsche Fachbegriffe, für die es keine Entsprechung in der jeweils anderen Sprache gibt. Also kann in solchen Fällen keine korrekte Übersetzung erstellt werden und wir müssen darauf hoffen, dass das Englische ausreichende Klarheit bringt und die Bedeutung verstanden wird. 
  2. Selbst bei ganz grundlegenden Begriffen kann es sein, dass eine direkte Übersetzung womöglich nicht alle Bedeutungsebenen abbildet. Glücklicherweise sind sich das Deutsche und das amerikanische Englisch in dieser Hinsicht relativ nahe. Man denke dabei an die direkte Entsprechung der Begriffe „quarter note“ und „Viertelnote“ – eine Entsprechung, die es im britischen Englisch oder aber im Französischen nicht gibt.
  3. Hinzu kommen noch einige besondere Fälle, in denen Begriffe, die auf den ersten Blick scheinbar wie Entsprechungen aussehen, in Wahrheit unterschiedlich verwendet werden. Ein Begriff, der womöglich die größte Verwirrung mit sich bringt und zudem auch noch äußerst häufig verwendet wird, ist „parallel“. In der modernen deutschen Theoriesprache wird der Begriff verwendet, um die Beziehung von Dur- und Moll-Tonarten, die sich dieselben Vorzeichen teilen (z. B. C-Dur und a-Moll), sowie die Beziehung dieser Akkorde selbst zueinander zu beschreiben. Im (britischen wie auch amerikanischen) Englischen wird diese Beziehung als „relativ“ bezeichnet; der Begriff „parallel“ hingegen meint die Beziehung von Dur- und Moll-Akkorden auf demselben Grundton (z. B. die Varianttonarten C-Dur und c-Moll). Auch wenn es sich hierbei natürlich lediglich um ein einzelnes Beispiel handelt, so ist es doch neben weiteren vermutlich der verwirrendste Fall.

Wir hoffen, dass diese kurzen Hinweise hilfreich für Sie sind und Ihnen dabei helfen, von der OMT profitieren zu können.

—Mark Gotham und Andreas Feilen


Welcome to Open Music Theory!

This textbook is written in American English, but we have readers and users all over the world. While we don’t have the resources to make thorough translation into multiple languages, we are very pleased if international users can benefit from what’s here—the musical examples are equally legible to anyone familiar with Western music notation, ever more of world’s inhabitants speak ever better English, and the quality of automatic translation is likewise improving all the time.

But beware automatic translation, especially for specialist language like the music-specific terminology used here. And with machine or human translation, there are confusing differences between different languages pedagogical conventions that go beyond simple translation. In this brief introduction, we shine a light on three particularly difficult aspects.

  1. There are terms which exist in German for which there is no English equivalent and vice versa. In that case, there is no correct translation, and we have to hope that the meaning is clear enough from the English. 
  2. Even basic terminology can be structured in a different way that defies direct translation. Fortunately, German and American English are relatively close to one another in this respect. Note, for example, the very direct translation between “quarter note” and “Viertelnote”. The same is not true of British English or French.
  3. Finally, there are some special pitfalls where what looks like the same terms is actually used differently. Perhaps the most confusing and commonly used term here is “parallel.” Modern German music theory pedagogy uses “Parallel” to describe the relationship between two keys with the same key signature (e.g., C major and a minor) and for the same relationship between triads. English (British and American) music theory use “relative” for this and “parallel” for keys and triads on the same root (e.g., C major and c minor, “Varianttonarten” in German). This is just one term, but a particularly confusing one that percolates through wider differences.

We hope these brief caveats are useful and you will be able to benefit from OMT.

—Mark Gotham and Andreas Feilen

License

Icon for the Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

OPEN MUSIC THEORY by Mark Gotham; Kyle Gullings; Chelsey Hamm; Bryn Hughes; Brian Jarvis; Megan Lavengood; and John Peterson is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License, except where otherwise noted.

Share This Book